Urlaub in Vietnam und Kambodscha 2009/2010

Urlaub in Vietnam und Kambodscha 2009/2010

Hanoi

Hanoi

Den Jahreswechsel 2009/10 habe ich in Vietnam und Kambodscha verbracht. Meine erste Reise nach Asien, daher auch als Gruppenreise mit Studiosus. Die Reise ging zunächst nach Vietnam. Sie begann in Hanoi und ging dann über die Stationen Da-Nang, Hoi-An, Hue nach Ho-Chi-Minh City (Saigon). Anschließend ging es nach Kambodscha, wo wir allerdings nur in der Stadt Siem Reap und Angkor Wat waren.

1. Tag: Hanoi

Am Morgen landen wir nach gut 11 Stunden Flug in Hanoi. Dort werden wir schon von unserem vietnamesischen Guide für Nordvietnam erwartet. Er hat in der ehemaligen DDR studiert und spricht daher wirklich gut Deutsch. Vom Flughafen geht es dann in unserem Bus erst mal zum Hotel.

Auf der Fahrt bekommen wir schon mal einen ersten Eindruck vom vietnamesischen Verkehr: chaotisch, laut und Mopeds wo man hinschaut. Das Moped ist das wichtigste Verkehrs- und Transportmittel. Nicht selten sieht man sie beladen wie ein Kleinlaster (mit Eiern, Kanistern, halben Schweinen, Glasscheiben …) oder auch mal eine ganze Familie (Eltern + 2 Kinder) auf einem Moped. Angeblich gibt es auch in Vietnam Verkehrsregeln aber rote Ampeln werden nicht selten ignoriert. Dafür wird permanent gehupt um sich bemerkbar zu machen. Kein Wunder, das Ausländer in Vietnam nicht selber Auto fahren dürfen … Also wer meint, der Verkehr in Neapel oder Palermo wäre chaotisch, der soll mal nach Hanoi oder Saigon fahren.

Hanoi

Hanoi

Auf der Fahrt in die Stadt ist auch die Bauweise der Häuser auffällig: alle sind an der Straßenseite sehr schmal, dafür aber tief und mindestens 3 Stockwerke hoch. Im Erdgeschoss findet befindet sich häufig eine Wertstatt oder ein Geschäft, darüber dann die Wohnung. Auf unserer Fahrt zur Halong-Bucht sehen wir dann dieselbe Bauweise auch in den Dörfern. Selbst Neubauten, die ganz frei stehen, werden so gebaut.

Nach der Ankunft im Hotel checken wir kurz ein und dann geht es los auf einen Spaziergang. Zunächst zum Hoan-Kiem-See, in den Jadeberg-Tempel und zur St. Joseph-Kathedrale.

Friseur in Hanoi

Friseur in Hanoi

Abschließend bummeln wir noch quer durch die Altstadt. Hier findet das Leben wirklich auf der Straße statt: ein Friseur schneidet seinen Kunden auf dem Bürgersteig die Haare, an allen möglichen (und unmöglichen) Stellen gibt es etwas zu Essen. Dazu reicht ein Gaskocher mit einem Topf und ein paar niedrige Stühle und Tischchen, die auf dem Bürgersteig stehen. Dabei lernen wir auch gleich die wichtigste Regel für Fußgänger im vietnamesischen Straßenverkehr: will man über die Straße geht man einfach drauf los, nicht zu schnell und mit einem gleichmäßigen Tempo; so können die Mopeds und Autos gut um einen herum fahren.

Gegen Mittag kommen wir wieder im Hotel an. Aus dem eigentlich geplanten Spaziergang am Nachmittag wird dann doch nichts. Stattdessen ein kleines Nickerchen … Abends geht’s dann in ein Restaurant und zum ersten vietnamesischen Menü. Wie auch das Essen an den folgenden Tagen absolut lecker (Suppe, Fisch, Geflügel, Fleisch …). Selbst das Essen mit Stäbchen klappt ganz gut.

2. Tag: Hanoi

Hanoi - Ho-Chi-Minh Mausoleum

Hanoi - Ho-Chi-Minh Mausoleum

Am nächsten Morgen geht es zunächst zu “Onkel Ho”, wie Ho Chi Minh noch immer genannt wird. Wir besichtigen das Mausoleum (in typisch sozialistischer Bauweise), in dem er aufgebahrt ist. Außerdem sehen wir uns den angegliederten Garten mit Ho Chi Minhs ehemaligen Wohnsitz an (inkl. seiner Autos aus französischer Produktion).

Dann noch ein Besuch im Tempel der Literatur und nach dem Mittagessen geht es mit dem Bus zur Halong-Bucht. Eigentlich nur eine Fahrt von 150 km, aber wir brauchen auf Grund des Verkehrs und der Straßenverhältnisse doch gut 3 Stunden und kommen schließlich nach Einbruch der Dunkelheit in unserem Hotel an.

3. Tag: Halong-Bucht und zurück nach Hanoi

Halong-Bucht

Halong-Bucht

Am Morgen geht es direkt auf unsere Dschunke und wir fahren durch die Halong-Bucht. Leider ist das Wetter nicht ganz so toll. Es ist bedeckt, diesig und ab und zu fallen auch mal ein paar Regentropfen. Trotz allem bieten die Inselchen einen faszinierenden Anblick. Auf dem Wasser ist es ganz schön voll, lauter Dschunken mit Touristen, die alle dasselbe Ziel haben. Zwischendrin legen wir an einer Insel an und besichtigen die Hang Dau Go-Tropfsteinhöhle. Die Höhle ist ziemlich groß, nur warum die Steine so kitschig-bunte angestrahlt werden erschließt sich mir nicht. Als wir die Höhle verlassen, ist es doch ganz schön voll auf der Insel geworden. Im Stau geht es zurück in den Hafen und wir müssen erst mal durch 3 andere Dschunken hindurch, um wieder auf unser Schiff zu kommen.

Hanoi-Wasserpuppentheater

Hanoi-Wasserpuppentheater

Anschließend geht es weiter durch die Buch. Nach einem Mittagessen an Bord (natürlich mit frischem Fisch und Meeresfrüchten) kommen wir am frühen Nachmittag wieder im Hafen an. Dann geht es mit dem Bus wieder zurück nach Hanoi und in das Wasserpuppentheater. Man versteht zwar die Texte nicht, aber es ist einfach faszinierend zu wie die Puppen durch das Wasser bewegt werden.

4. Tag: Flug nach Da Nang und weiter nach Hoi-An (Silvester)

Hoi An - Phuc Kien-Versammlungshalle

Hoi An - Phuc Kien-Versammlungshalle

Das war dann schon Hanoi. Am nächsten Morgen geht es früh zum Flughafen und nach einem kurzen Flug von etwa einer Stunde landen wir in Da Nang. Wir werden von strahlend blauem Himmel und warmen Temperaturen von etwa 26° empfangen. Mit dem Bus geht es dann weiter in den knapp 30 km entfernten Ort Hoi-An. Auffällig sind die vielen Hotels, Resorts und Golfplätze, die dort in Bau sind.

Hoi-An ist – verglichen mit Hanoi – ein ruhiges Städtchen mit einer sehenswerten Altstadt. In unserem dortigen Hotel feiern wir dann auch Silvester. Mit einem sehr leckeren Büffet und unter freiem Himmel. Auf ein Feuerwerk müssen wir allerdings verzichten. Auf Grund der Feuergefahr ist dies in Hoi-An verboten.

5. Tag: Fahrt über den Wolkenpass nach Hue (Neujahr)

Hue - Kaiserpalast

Hue - Kaiserpalast

Am Neujahrsmorgen bleibt nicht viel Zeit zum Ausschlafen. Es geht zunächst nach Da Nang in das Cham-Museum. Durchaus interessant, aber nicht unbedingt an diesem Morgen … Dann geht es im Bus über den Wolkenpass zunächst in Richtung Meer und dann weiter in die alte Kaiserstadt Hue. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang verbringen wir mit einer Besichtigung der Zitadelle und des Kaiserpalasts.

6. Tag: Parfümfluss und Kaisergräber

Hue - Tienh Mu-Pagode

Hue - Tienh Mu-Pagode

Am nächsten Morgen wechseln wir erst einmal das Fortbewegungsmittel. Wir fahren mit dem Boot auf dem Parfümfluss zur Thien-Mu-Pagode und Kloster. Wunderschön gelegen mit einer hübschen Gartenanlage.

Anschließend geht es mit dem Bus weiter zu den Kaisergräbern von Minh Mang, Khai Dinh und Tu Duc. Das Grabmal von Minh Mang wurde in einem chinesischen Stil errichtet. Khai Dinhs Mausoleum, entstanden in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein “Betonbau”. Tu Ducs Grabanlage dagegen hat eher etwas von einem Palast und wurde wohl auch als solcher genutzt.

Zum Abschluss des Tages geht es noch auf den Markt von Hue. Während man auf den europäischen Märkten eine gewissen Ordnung kennt, herrschte in Heu ein herrliches Durcheinander. Obst und Gemüse neben Fisch, Fleisch und Geflügel. Und natürlich Mopeds, die mitten durch den Markt fahren. Dazu kommt noch ein großes Angebot an nachgemachter Markenbekleidung (“Calven Klein”) und -Uhren.

7. Tag: Ho-Chi-Minh City

Saigon - Kathedrale

Saigon - Kathedrale

Heute geht es per Flugzeug von Hue nach Ho-Chi-Minh-Stadt (die Vietnamesen verwenden i.d.R. den alten Namen Saigon und nicht den offiziellen Namen der Stadt. Hier unten im Süden ist noch etwas wärmer als in der Mitte Vietnams. Und kaum sind wir mit unserem Bus in der Stadt sind wir gleich wieder von Mopes umgeben. Wegen des Sonntags aber weniger als üblich.

Zunächst fahren wir in das chinesische Viertel und sehen uns den Tue Than Hoi Quan-Tempel an. Anschließend ein kurzer Abstecher zum Markt. Dieser ist deutlich größer als in Hue und auch etwas geordneter.

Nach dem Mittagessen sehen wir uns dann das Zentrum von Saigon an: die Kathedrale “Notre Dame”, die Hauptpost (entworfen von Gustave Eiffel), das Rathaus (erbaut 1906) und die Oper. Alles von den Franzosen gebaut und wird auch noch immer genutzt. Neben diesen alten Gebäuden sieht man auch immer wieder moderne Hochhäuser (Banken, Versicherungen, Hotels). Das Zentrum unterscheidet sich was das angeht kaum von europäischen Metropolen.

Unser Hotel liegt auch Mitten im Zentrum. Der Höhepunkt des Tages ist das “Bräuhaus”. Die bayrische Kultur hat auch in Saigon Einzug gehalten. Hier wird ein durchaus trinkbares Bier gebraut. In Kesseln, die in den sechziger Jahren in Bamberg hergestellt wurden. Während die Braumeister früher aus der ehemaligen DDR kamen, so sind es mittlerweile häufig Dänen. Das erklärt die recht gute Qualität des vietnamesischen Bieres. Die Bedienung ist übrigens passend im Dirndl gekleidet und im September wird natürlich auch ein “Oktoberfest” gefeiert.

8. Tag: Mekong-Delta

Mekong-Delta

Mekong-Delta

Heute geht es mit dem Bus in Richtung Mekong-Delta. Nach gut zwei Stunden Fahr besteigen wir ein Motorboot, das uns mitten ins Delta bringt. Wir legen auf diversen kleineren Inseln an und haben die Möglichkeit diverse landesübliche Spezialitäten zu kosten (diverse Obstsorten, Kokosbonbons, Honigschnaps …). Stellenweise hat das schon etwas von einer “Butterfahrt”. Da einige Kanäle im Delta zu schmal und flach für das Motorboot sind, wechseln wir zwischendurch auf Sampans, die jeweils von 2 Frauen gerudert werden.

Am Nachmittag geht es dann wieder zurück nach Saigon. Den herrlichen Sonnenuntergang genießen wir auf der Dachterrasse des Hotels “Majestic” very british mit einer Tasse Tee. Von dort haben wir auch einen wunderbaren Blick auf das Verkehrschaos unter uns.

Von dem Verkehr habe ich mal ein kurzes Video gemacht

Tag 9: Flug nach Siem Reap in Kambodscha

Es geht (endlich) nach Kambodscha. Am frühen morgen fahren wir zum Flughafen und wir fliegen ca. 1 Stunde in die Provinzhauptstadt _Siem Reap_ in Kambodscha. Die Stadt liegt in einer Ebenen und im Prinzip mitten im Dschungel. Der blaue Himmel, das Grün des Dschungels und die rötliche Erde sorgen für einen herrlichen Anblick. Der Flughafen ist ein niedriges einstöckiges Gebäude, zu dem wir zu Fuß vom Flugzeug gelangen. Jetzt ist erst mal Schlange stehen angesagt. Zunächst einmal müssen wir den Reisepass (inkl. 20 US $) für das Visum abgeben. Dann wieder anstehen um den Ausweis zurück zu bekommen und schlussendlich reihen wir uns in die Schlangen vor der Passkontrolle ein.

Nachdem wir das geschafft haben, geht es in das Hotel, wo auch schon das Mittagessen auf uns wartet. Die kambodschanische Küche ähnelt der vietnamesischen ist aber etwas schärfer. Nach dem Essen brauchen wir erst mal die Eintrittskarten für den archäologischen Park von Angkor. Jeder, der die Anlegen besichtigen möchte, benötigt eine Eintrittskarte mit Photo, die vor dem Betreten der verschiedenen Stätten auch immer kontrolliert wird.

Roluos-Gruppe - Wat Bakong

Roluos-Gruppe - Wat Bakong

Jetzt geht es endlich zu den ersten Tempeln. Wir besuchen heute die Roluos-Gruppe. Wir besichtigen die Tempelanlagen “Lolei”, “Preah Ko” und schlussendlich den “Wat Bakong”. Hier erleben wir einen herrlichen Sonnenuntergang.

In Siem Reap geht es deutlich geruhsamer zu als in Vietnam. Bei weitem nicht so viel Verkehr und Mopeds. Der Ort ist das touristische Zentrum der Gegend. Auf dem Weg vom Flughafen zu unserem Hotel waren wir an bestimmt 20 Hotels vorbeigekommen, entweder schon fertig oder noch in Bau. Zum Glück keine “Betonburgen” sondern maximal 3stöckig und vom Stil her passend.

Insbesondere in der Gegend um den “Old Market” und entlang des Flusses (“Siem Reap River”) gibt es jede Menge sehr gute Restaurants und Bars. Zum Teil noch im Kolonialstil, aber auch teilweise sehr modern eingerichtet. Das Preisniveau ist zwar höher als in Vietnam aber - verglichen mit Europa - noch immer äußerst preiswert.

Tag 10: Angkor Wat und Angkor Thom

Angkor Wat

Angkor Wat

Heute kommt für mich der Höhepunkt der Reise. Wir brechen recht früh am Morgen auf und fahren zur Ostseite des Angkor Wat. Wir betreten ihn quasi durch den Hintereingang. Hier ist weniger los und das Licht ist auf dieser Seite zu der Tageszeit einfach besser. Der Anblick des Tempels ist einfach atemberaubend. Ein solch riesiges Bauwerk aus Stein mitten im Dschungel, erbaut vor gut 800 Jahren.

Wir sehen uns zunächst die vielen Reliefs an. So gut wie jede Wand des Tempels ist mit Steinreliefs verziert, die Geschichten aus dem Hinduismus wiedergeben. Es dürften mehrere Hundert Meter an Reliefs sein, die aus dem Sandstein herausgearbeitet sind.

Anschließend besichtigen wir das Innere, der z.T. auch als buddhistischer Tempel genutzt wird (wie viele andere der ehemals hinduistischen Tempel auch) und steigen hoch auf die “Dachterasse”. Insgesamt verbringen wir den ganzen Vormittag in dieser herrlichen Anlage.

Angkor Thom - Bayon

Angkor Thom - Bayon

Nach einer Mittagspause in unserem Hotel fahren wir nach Angkor Thom, die ehemalige Hauptstadt des Angkorreiches. Wir verlassen unseren Bus an der Stadtmauer und bewegen uns dann innerhalb des Stadtgebiets mit Motortaxis (“Tuk Tuks”) fort. Die quadratische Anlage wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und hat eine Seitenlänge von 3km. Von den Wohnhäusern ist nichts mehr erhalten, da diese aus Holz gebaut waren. Lediglich die Stadtmauer und die Tempel können noch besichtigt werden. Besonders beeindruckend ist der Tempel Bayon mit seinen vielen “Gesichtertürmen”.

Tag 11: Banteyj Srej, Östlicher Mebon, Ta Prohm

Heute geht es noch einmal in den archäologischen Park. Zunächst besuchen wir den Tempel Banteyj Srej. Dies ist zwar ein eher kleiner Tempel, beeindruckt aber durch die kunstvollen Ornamente.

Anschließend geht es zum östlichen Mebon. Dieser Tempel befand sich ursprünglich auf einer Insel innerhalb des östlichen Bewässerungsbeckens (“östlicher Baray”). Während sein Gegenstück, der “westliche Bary”, auch heute noch Wasser enthält, ist der dieses Becken ausgetrocknet.

Ta Prohm

Ta Prohm

Am Nachmittag gibt es noch einmal etwas Besonderes zu sehen: die Tempelanlage Ta Prohm liegt im wahrsten Sinne des Wortes “mitten im Dschungel”. Die Mauern der Anlage und einige Tempel sind von Baumwurzeln (besonders beeindruckend die Wurzeln der Würgefeigen) überwachsen, oder teilweise gesprengt worden. Ein Tempel allerdings wird von den Wurzeln zusammengehalten.

Tag 12: Auf dem Tonle Sap, Schulbesuch und Rückflug

Tonle Sap

Tonle Sap

Unser letzter Tag auf dieser Reise beginnt mit einer Bootstour auf dem Tonle Sap. Der See ist der größte See Südostasiens. Er ist relativ flach und seien Größe ändert sich extrem beim Wechsel zwischen Regen- und Trockenzeit. Während der Regenzeit ist seine Fläche gut 3mal so groß wie während der Trockenzeit.

Wir sind zu Beginn der Trockenzeit unterwegs und man kann schon erkennen wie sich das Wasser zurückzieht. Wir beginnen unsere Bootstour in einem kleinen Nebenarm und unser Boot hat - trotz des sehr geringen Tiefgangs und der speziell angebrachten Schraube - einige Probleme die Sandbänke zu überwinden. Ansonsten ist es aber eine schöne ruhige Fahrt. Allerdings haben wir zum ersten Mal in Kambodscha einen bewölkten Himmel und nur noch gut 25° C. Als wir zum Mittagessen in ein sehr modern eingerichtetes Restaurant fahren, gibt es sogar ein paar Regentropfen.

Zum Abschluss treffen wir Ange Dries-Behrenbeck. Sie ist Belgierin und hat lange Jahre in Deutschland Englisch unterrichtet. Nach Ihrer Pensionierung hat sie dann in Kambodscha eine Schule gegründet und vor kurzem eine zweite eröffnet, die wir auch besichtigen. Eines der großen Probleme Kambodschas sind fehlende Schulen und Lehrer. Während der Herrschaft der “Roten Khmer” wurden die Intellektuellen systematisch umgebracht. Selbst Brillenträger lebten gefährlich. So gab es nach dem Rückzug der Vietnamesen im ganzen Land gerade noch 40 Ärzte. Ange Dries-Behrenbeck hat den Verein Children’s Dream e.V. gegründet, um Schulen aufzubauen und den kambodschanischen Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen.

Nach dem Besuch der Schule geht es dann zum Flughafen und via Saigon zurück nach Deutschland.

Es war eine wirklich schöne Reise. Beide Länder sind wirklich hochinteressant und faszinierend. Die Hotels waren hervorragend (die Preise verglichen mit Europa sehr günstig). Die Zimmer sauber, gut ausgestattet, das Frühstück sehr reichhaltig (europäisch, amerikanisch, asiatisch) und die Bedienung freundlich und auch schnell (so fix waren die Koffer noch nie auf unseren Zimmern). In allen Hotels und Flughäfen gab es freies WLAN mit ausreichender Geschwindigkeit.

Mir persönlich hat Kambodscha - genauer gesagt Siem Reap -  noch besser gefallen als Vietnam. Die Lage der Stadt ist einfach toll und es war auch ruhiger als in Vietnam. Ich kann mir sehr gut vorstellen, noch einmal nach Kambodscha zu fahren, um auch etwas mehr vom Land zu sehen. Durch die Nähe zu Angkor Wat ist Siem Reap vielleicht die reichste Stadt Kambodschas und verfälscht daher vielleicht etwas den Eindruck.

Jedem, der einmal einen Eindruck von der asiatischen Lebensweise bekommen möchte, kann ich eine Reise nach Vietnam und Kambodscha nur wärmstens empfehlen.