Oysterband am 17.8.2012 in der Zeche Bochum

Oysterband am 17.8.2012 in der Zeche Bochum

An einem der heißesten Tage dieses Sommers ging es zum Konzert der Oysterband in der Zeche in Bochum. Es war in diesem Jahr das einzige Clubkonzert in Deutschland. Eigentlich war es schade, dass das Konzert nicht draußen stattfand. In der Zeche war es doch ganz schön warm.

Eigentlich sollte das Konzert um 20 Uhr beginnen, aber es dauerte dann bis um halb neun bis die Band die Bühne betrat (eine Vorgruppe gab es nicht).

Anders als beim letzten Konzert in der Zeche Carl ging es dieses Mal gleich richtig gut ab. Der erste Titel war Native Son, gefolgt von Here comes the flood.

Abgesehen von der CD, die die Band vergangenes Jahr zusammen mit June Tabor aufgenommen hat, hat es seit 5 Jahren keine Neuveröffentlichung (das letze Album Meet you there war 2007 erschienen) gegeben. So gab es eine bunte Mischung von Songs verschiedener Alben.

Neben den bereits genannten Titeln spielten sie u.a. Shouting end of life, The Deserter, Blackwaterside und natürlich auch We could leave right now. Auch wenn da schon ein paar meiner Lieblingsstücke dabei waren, fehlte leider Bells of Rhymney.

In John Jones Ansagen spielten immer wieder die gerade zu Ende gegangen Olympischen Spiele eine Rolle. So widmete er zum Beispiel den Titel Dancing as fast as I can Usain Bolt. Die Band war überhaupt richtig gut drauf und man merkte ihnen an wie viel Spaß sie hatten. Das lag natürlich auch am Publikum, das von der ersten Note an richtig gut mitging und fast alle Titel mitsang.

Nach den ersten beiden Zugaben wurden wie beim letzten Mal die Verstärker ausgeschaltet und es gab wieder eine echte “unplugged” Version von Put out the lights. Das Lied ist in seiner normalen Version schon einfach nur schön, aber ich bekomme einfach eine Gänsehaut wenn ich das Stück so ohne jede Verstärkung nur mit akustischen Instrumenten höre. Vor allem hört man so auch welch tolle Stimme John Jones hat. Das Publikum war auch mucksmäuschenstill und sang nur dezent den Refrain mit. Nach gut 1:45 h war das Konzert zu Ende und nass geschwitzt aber glücklich ging es auf den Rückweg.