Kim Wilde am 3. März 2011 in Dortmund

Bei der ersten Tour nach ihrem Comeback spielte Kim Wilde noch in der kleineren Zeche in Bochum auf. Bei der aktuellen Tour waren die Hallen eine Nummer größer und so fand das Konzert in der Westfalenhalle 2 statt. Atmosphärisch ist die Halle zwar nicht so toll, aber die größere Bühne (mit “Showtreppe”) passte nicht in die Zeche.

Leider war das Konzert nicht ganz ausverkauft. Die Tribüne mit den Sitzplätzen war zwar komplett gefühlt, aber der Stehplatzbereich nur vielleicht zu 2/3.

Aber zunächst ein paar Worte zur Vorgruppe Kellner aus Regensburg. Als ich die Band sah, dachte ich erst noch “wer ist das denn und was machen die hier?”. Aber das änderte sich total nach den ersten Tönen. Die Band um ihren schwergewichtigen Sänger Matthias Kellner macht richtig gute Musik und der Sänger hat eine Superstimme. Eindeutig die beste Vorgruppe seit langem. Ich habe mir mittlerweile auch ihre letzte CD zugelegt und bin noch immer begeistert. Live sind sie aber noch eine Nummer besser. Mehr Infos gibt’s auf der Website der Band.

Nach einer erfreulich kurzen Umbaupause (gute 15 min.) trat dann Kim Wilde auf und es war wie eine Zeitreise zurück in die 80er. Die Bandmitglieder trugen schwarze verspiegelte Sonnenbrillen, der Keyboarder hatte das Keyboard umgehängt wie früher Dieter Bohlen. Leider war der Sound am Anfang auch eher 80er-like. Ziemlich übersteuert und Kims Gesang kam eher schlecht rüber.

Die Band bestand aus den selben Mitgliedern wie bei der letzten Tour. Also unter anderem aus ihrem Bruder Ricky Wilde, ihrer Nichte Scarlett Wilde als Backgroundsängerin und dem Bassisten von Kajagoogoo Nick Beggs (mit Zöpfchen und im Lederrock).

Zum Glück besserte sich der Sound aber im Laufe des Konzerts und insbesondere beim Akustik-Set, das mit Kim Solo am Piano begann, konnte man hören wie gut sie wirklich singen kann. Die Musik war eine gute Mischung aus den bekannten Hits und Titeln des neuen Albums. Dazu kamen mit Sleeping Satellite (Original: Tasmin Archer) und Forever Young zwei Coverversionen. Forever Young ist noch immer mein Lieblingstitel von Alphaville, aber auch Kims Version war wirklich super.

Das Konzert endete nach gut 2 Stunden wie üblich mit Kids in America.

Set List:

  1. King of the World
  2. Chequered Love
  3. Hey You
  4. Anyplace, anywhere, anytime (Nena Cover)
  5. Words Fell Down
  6. Lights Down Low
  7. Real Life
  8. Suicide
  9. Cambodia
  10. Never Trust a Stranger
  11. View from a bridge
  12. Jessica (Kim Wilde am Piano)
  13. Love Blonde (akustisch)
  14. Thought It Was Goodbye (akustisch)
  15. Sleeping Satellite (Tasmin Archer Cover) (akustisch)
  16. Together We Belong
  17. My Wish Is Your Command
  18. The Second Time
  19. This Paranoia
  20. You Came

Zugaben:

  1. Forever young (Alphaville Cover)
  2. Get Out
  3. You keep me hanging on
  4. Kids in America

Auf der Website der WAZ-Gruppe gibt es auch noch eine wirklich passende Konzertkritik, die allerdings ein paar kleinere Fehler enthält: http://www.derwesten.de/4362711