Runrig am 12. Mai 2010 in Münster

Mein erstes Runrig-Konzert habe ich entweder 1991 oder 1992 erlebt, im guten alten PC 69 in Bielefeld. Seitdem habe ich sie mindestens 10 Mal live erlebt. Zum ersten Mal jetzt in der Halle Münsterland.

Eigentlich sollte das Konzert ja bereits im vergangenen Jahr stattfinden, aber wegen der Erkrankung Malcolm Jones musste die gesamte Tour gestrichen werden. Danach sollte das Konzert im März stattfinden, aber dieser Termin wurde dann wegen eines erneuten Krankenhausaufenthalts von Malcolm auf den 12.05. verlegt.

Neue Songs hat es seit der letzten Tour vor zwei Jahren leider nicht gegeben. So war schon im Vorfeld klar, dass es das bekannte Material geben wird. Positiv überrascht war ich dann aber doch, dass die viele Songs neu arrangiert worden waren und teilweise rockiger gespielt wurden, als früher. Dies tat insbesondere Alba richtig gut, das in der neuen Fassung richtig gut kam.

Malcolm Jones merkte man seine Erkrankung überhaupt nicht an. Er scheint wieder absolut fit zu sein und seine Gitarrensoli waren wie immer Klasse.

Alles in allem war es ein schönes Konzert, aber kein überragendes. Irgendwie war die Stimmung schon besser gewesen. Vielleicht lag es auch daran, das die Halle größer war als die Locations, in denen ich Runrig meistens erlebt habe. Auch war der Ton nicht besonders gut. Der Gesang kam oft nur sehr schlecht und wurde vom Schlagzeug und den Gitarren übertönt. Das habe ich bei Runrig schon deutlich besser erlebt.

Sehr gut gefiel mir aber Brian Hurren, der “In Search of Angels” solo singen durfte, nur begleitet von Malcolm an der Gitarre. Wirklich einen gute Stimme. Das Konzert endete nach den üblichen 2 ½ Stunden und insgesamt 3 Zugaben (u.a. natürlich “Loch Lomond”) mit “Going Home” als Akustik-Version nur begleitet von Malcolm am Akkordeon.

Für das kommende Jahr haben Runrig eine Konzertpause angekündigt, nach der es dann auch eine neue CD geben soll.

Hier noch eine Konzertkritik und Fotos in den “Westfälischen Nachrichten”.