Mark Knopfler am 22. Juni 201 in Oberhausen

Regelmäßig alle 2 Jahre geht Mark Knopfler auf Tour und ich war mal wieder dabei. Weil es mit den Parkplätzen an der Kölnarena zuletzt immer katastrophal war (mussten schon 2 mal zurück bis zum Messegelände laufen), dieses Mal in der KöPi-Arena in Oberhausen. Die Halle ist zwar nicht so schön, aber dafür kann man besser parken und kommt auch gut weg.

Wie üblich bei Marks Konzerten gab es keine Vorgruppe und das Konzert begann fast pünktlich kurz nach 8 Uhr. Das Konzert startete mit dem Stück “Border Reiver” vom aktuellen Album. Ein eher folkigeres Stück, aber sehr schön. Neben Mark waren 7 weitere Musiker auf der Bühne. Darunter mit Dannie Cummings (Drums) und Guy Fletcher (Keyboards und Gitarre) zwei frühere Mitglieder von Dire Straits. Alles hervorragende Musiker, die auch z.T. schon seit Jahren dabei sind.

Wer eine große Show erwartete, war bei dem Konzert fehl am Platz. Es stand absolut die Musik im Mittelpunkt. Auch Lichteffekte waren eher sparsam. Ab der Mitte des Konzerts gab es auch mal ein paar Videobilder auf der Leinwand hinter der Bühne: von einer kleinen Kamera, die auf Marks Stratocaster montiert war. So konnte man mal sein eindrucksvolles Fingerspiel live beobachten.

Auf Grund einer Rückenverletzung konnte Mark nur im Sitzen spielen, was ihn aber anscheinend nicht weiter behinderte.

Die Stimmung in der ausverkauften Halle war von Anfang an hervorragend, erreichte aber einen ersten Höhepunkt als der Dire Straits-Klassiker “Romeo und Juliet” gespielt wurde. Nach diesem Stück gab es zum ersten (und nicht zum letzten) Mal Standing Ovations. Danach folgten noch weitere Dire Straits-Stücke (siehe Set List) und wie üblich ein geniales Gitarrensolo nach dem anderen.

Auffällig ist, dass Mark die Anzahl der Dire Straits-Titel in den letzten Jahren nach und nach reduziert hat. Waren es am Anfang seiner Solotouren bestimmt noch 50 %, so waren es dieses Mal “nur” noch 5. Aber das macht nichts so lange die Klassiker wie “Sultans of Swing”, “Telegraph Road” und natürlich “Brothers in Arms” (verursacht jedes Mal Gänsehaut) dabei sind.

Nach zwei Stunden endete das Konzert (leider schon) mit dem Stück “Piper to the End” vom aktuellen Album “Get Lucky”, das sich wirklich gut als “Rausschmeißer” eignet. Wie “Border Reiver” ist es auch eher ein Folkstück, so dass diese beiden Stücke das Konzert wirklich sehr schön einrahmten.

Die Set List:

  1. Border Reiver
  2. What It Is
  3. Sailing to Philadelphia
  4. Coyote
  5. Prairie Wedding
  6. Hill Farmer’s Blues
  7. Romeo and Juliet
  8. Sultans of Swing
  9. Done with Bonaparte
  10. Marbletown
  11. Get Lucky
  12. Speedway at Nazareth
  13. Telegraph Road
  14. Brothers in Arms (Zugabe)
  15. So Far Away (Zugabe)
  16. Piper to the End (Zugabe)

Hier noch ein Link zur Konzertkritik auf der Website der WAZ: Der Westen.