Fleetwood Mac am 12. September 2009 in Oberhausen

Gestern Abend war es nach mehrjähriger Pause endlich wieder einmal so weit: ein Fleetwood Mac-Konzert in meiner Nähe. Genauer gesagt in der Königs Pilsener-Arena in Oberhausen. Mein letztes (und bis dahin einziges) Konzert war bestimmt 5 oder 6 Jahre her. Ich hatte eigentlich schon gar nicht mehr daran geglaubt, sie noch einmal Live zu sehen.

Das Konzert begann mit etwa 20 Minuten Verspätung und dann ging auch gleich die Post ab. Eine neue CD gab es dieses Mal nicht zu promoten (etwa Neues soll erst nach der Tour erscheinen) und so hatte die Band freie Auswahl bei den Stücken. So gab es auch einiges, das sonst eher selten oder sogar noch nie Live gespielt worden war.

Natürlich gab es auch viele bekannte Stück, wie “Rhiannon”, “Tusk”, “Don’t Stop” … Es fehlten allerdings - wie auch schon beim letzten Mal - Christine McVie-Stücke, wie z.B. “Little Lies”.

Obwohl mittlerweile alle Bandmitglieder die 60 überschritten haben, scheinen die letzten Jahre nahezu spurlos an ihnen vorbeigegangen zu sein:

  • Lindsey Buckingham lieferte ein geniales Gitarrensolo nach dem nächsten ab und rockte die Bühne. Es ist schon irre was er mit der Gitarre anstellt. Dabei gönnte er sich - bis auf ein paar Minuten während Mick Fleetwoods Solo - keine Pause. Auch stimmlich noch immer absolut top. Wie zu Rumours-Zeiten.
  • Stevie Nicks hielt sich anfangs etwas zurück und “taute” dann nach und nach auf. Der Gesang noch immer super und eine unverwechselbare Stimme. Die 61 Jahre sieht man ihr wirklich nicht an.
  • Mick Fleetwood hatte wieder einmal sichtlich Spaß in seiner “Schießbude”.
  • John McVie hielt sich wie üblich eher im Hintergrund auf.

Verstärkt wurden sie von einem weiteren Gitarristen, einem Keyboarder und 3 Backgroundsängerinnen. Sie machten Ihren Job gut, aber fielen auch nicht weiter auf.

Ein Höhepunkt war für mich das Acoustic Set in der Mitte des Konzerts. Drei Titel nur begleitet von Lindsey Buckingham an der Gitarre. Zunächst sang er “Big Love” (genial!), dann kam Stevie Nicks dazu und sang “Landslide” (ging wirklich unter die Haut). Abgeschlossen wurde dieser Teil dann durch “Never going back again”.

Am Beginn des Konzerts war der Sound zunächst nicht so toll. Die E-Gitarren übertönten den Gesang und sie klangen etwas verwaschen. Zum Glück verbesserte sich das nach 2, 3 Titeln und so konnte man dann Lindseys Gitarrenspiel wirklich genießen.

Insgesamt dauerte das Konzert gut 2 ½ Stunden inkl. 4 Zugaben. Leider war die Halle nur zu gut 2/3 gefüllt. Der Stimmung tat dies zwar keinen Abbruch aber das Konzert hätte mehr Zuschauer verdient gehabt.

Fotos und zwei Kritiken gibt es bei “Der Westen”.